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Notfallnummern:

Rettung: 144 oder
Euro-Notruf: 112
Vergiftungszentrale: 01/4064 343


In Notfällen immer die Rettung verständigen!
MitarbeiterInnen der Rettung stehen unter Schweigepflicht.
Deine Gesundheit oder die deiner FreundInnen ist aber auf jeden Fall wichtiger als die Angst vor rechtlichen Konsequenzen!!

Um einen möglichen Notfall zu vermeiden beachte auch unsere "Safer Use" Empfehlungen!

Folgende Hinweise sind nur eine kurze Anleitung für ein Vorgehen bei Notfällen. Wir empfehlen dir jedoch dringend, einen Erste Hilfe - Kurs zu besuchen. Dieser wird kostenlos z.B. beim Roten Kreuz angeboten.

Wer ist verpflichtet Hilfe zu leisten?

Wenn das Leben eines anderen bedroht ist und du dieser Person deine Hilfe verweigerst, machst du dich strafbar.
Bei lebensbedrohlichen Zuständen ist es deine Pflicht Hilfe zu leisten und die Rettung (144) zu verständigen.

Was tun bei Kreislaufproblemen?

Kreislaufprobleme zeichnen sich durch Blässe, plötzliche Schweißausbrüche und einen kaum fühlbaren Puls aus.
Personen mit akuten Kreislaufbeschwerden klagen über Übelkeit, Schwäche, Schwindel, vielen wird schwarz vor Augen.

Betroffene/n an die frische Luft bringen, hinlegen, Beine hochhalten oder hoch lagern und einige Zeit ruhig liegen lassen. Bei der betroffenen Person bleiben und Bewusstsein beobachten (s. Bewusstlosigkeit)!
Sollte sich der Zustand nicht bald bessern, medizinische Hilfe holen.

Was tun bei Bewusstlosigkeit?


Bei Bewusstlosigkeit auf jeden Fall die Rettung (144) rufen!
Bewusstlos ist jemand, der auf Ansprechen und kräftiges Zwicken in den Handrücken nicht mehr reagiert.

  1. Kontrolliere die Atmung: Schau in den Mund der Person, ob Erbrochenes oder Fremdkörper die Atmung behindern und räume den Mund ggf. frei
  2. Überstrecke den Kopf der Person
  3. Halte dein Gesicht über Mund und Nase, fühle den Atem. Schau zusätzlich auf Bewegungen des Brustkorbs


Wenn der Betroffene regelmäßig atmet, bringe ihn in die stabile Seitenlage.
Wenn du durch Fühlen oder Hören keine Atmung feststellen kannst und du Grundkenntnisse in Erster Hilfe hast, ist folgendes zu tun:

  1. Rufe um Hilfe - Rettung 144 und weitere Personen

  2. Organisiere dir einen Defribilator

  3. 30 Herzdruckmassagen
    evtl. gefolgt von 2x Beatmen
    Beatme (möglichst mit Beatmungstuch!) die Person durch Mund zu Mund Beatmung 2 x und kontrolliere danach wieder die Atmung

  4. Defribilator benutzen sobald verfügbar.

  5. Die Reanimation ist so lange fortzusetzen, bis Atmung und Puls stabilisiert sind oder die Rettung eingetroffen ist.


Hitzschlag

Einen Hitzschlag erkennst du an folgenden Symptomen:
Gerötete und fühlbar heiße Haut, kein Schwitzen trotz körperlicher Betätigung, Schwindel, Kopfschmerzen, plötzliche Müdigkeit oder Krämpfe in Armen und Beinen.

Bringe die Person an einen ruhigen Ort mit frischer Luft. Kühle den Körper mit lauwarmem Wasser oder wickle ihn in feuchte Decken und rufe die Rettung (144).

Rettung

Bei bedrohlichen Zuständen oder wenn du nicht weißt was du tun sollst, musst du (besser noch eine zweite Person) den Notarzt oder die Rettung (144) rufen.

Lass dir vom Betroffenen schildern, was und wie viel er eingenommen hat, damit im Falle einer Verschlechterung SanitäterInnen oder ÄrztInnen rasch und professionell helfen können.

MitarbeiterInnen der Rettung stehen unter Schweigepflicht. D.h. der Drogennotfall wird nicht an Polizei oder Behörden weiter gemeldet, außer es liegt ein anderes Delikt gleichzeitig vor (z.B. Körperverletzung, Verkehrsdelikt,…), oder das Rettungspersonal wird bedroht, gefährdet, etc.
Bedenke aber auch in solchen Fällen, dass das Leben deines Freundes oder deiner Freundin wichtiger ist als die Angst vor rechtlichen Konsequenzen!

Was tun wenn jemand Hilfe benötigt?

Wenn du eine Person siehst, die hilfsbedürftig oder hilflos aussieht, frage sie, ob es ihr gut geht oder ob du helfen kannst. Wenn ein Freund zur Toilette geht, weil es ihm nicht gut geht, begleite ihn und bleibe in seiner Nähe, bis es ihm wieder besser geht.
Wenn sich Betroffene an einem gefährlichen Ort, wie auf einer Straße oder einer Stiege befinden, dann bringe die Person an einen ruhigen, sicheren Ort, wenn möglich an die frische Luft.
Lasse die Person nicht allein!

Angst, Panikattacken, "bad trip"

Bringe die betroffene Person an einen ruhigen Ort, ohne Partybeleuchtung und mit wenigen Menschen.
Rede beruhigend auf sie ein ("das geht vorbei", "das ist die Droge und die wird ihre Wirkung verlieren", "ich bleibe bei dir") und halte Körperkontakt.
Lass die Person nicht alleine und organisiere - wenn du dich selbst nicht wohl fühlst - noch eine/n (nüchterne/n)  FreundIn.

Beobachte das Bewusstsein der Person: Immer wieder anreden, berühren, zwicken,…

Bei Verschlechterung des Zustandes, rufe unbedingt die Rettung (144)!