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Drogen wirken auf körperinterne Prozesse und erzeugen so eine bestimmte Wirkung. Jedoch gibt es keine Wirkung ohne Nebenwirkung!
Mach dir also die Risiken und Gefahren im Umgang mit Drogen bewusst, nur so kannst du selbstverantwortlich entscheiden, was du dir, deinem Körper und deiner Psyche zumutest.

Wenn du trotz gesundheitlicher und strafrechtlicher Risiken Freizeitdrogen konsumierst, informiere dich vorher ausreichend darüber und beachte die Safer Use Empfehlungen!

Safer Use Empfehlungen

Der Konsum von Freizeitdrogen erfolgt nie ohne Risiko. Wenn du Risiken gänzlich vermeiden willst, dann konsumiere keine Drogen!

Safer Use Empfehlungen können dabei helfen, gesundheitliche Schäden des Drogenkonsums zu reduzieren.

  • Informiere dich über psychoaktive Substanzen, deren Wirkungen und Risiken, bevor du sie konsumierst!
  • Drogen wirken unterschiedlich auf jeden Menschen, je nach Stimmung, körperlicher Verfassung, Körpergewicht... Drogen drehen deine Laune nicht um. Negative Stimmungen werden durch Drogen oft noch verstärkt.
  • Gerade bei chemischen Substanzen (wie XTC, LSD, Speed,…) kannst du anhand von Äußerlichkeiten wie Logos und Farbe nie sicher sein, was drin ist, da der Reinheitsgrad illegalisierter Substanzen sehr stark schwankt! Sei also bei Pillen und Pulver besonders vorsichtig und nimm (wenn überhaupt) zunächst eine kleine Menge (z.B. nur eine viertel- bis halbe Pille). So kannst du dich vor gefährlichen Überdosierungen schützen sowie einige negative Effekte, die vor allem bei hohen Dosen wahrscheinlich sind, reduzieren. Menge und Inhaltsstoffe, sowie gefährliche Beimischungen und Verunreinigungen können jedoch ohne chemische Analyse nicht abgeschätzt werden. Und: Leg nicht gleich nach, die volle Wirkung spürst du oft erst nach über einer Stunde. 
  • Vermeide die Kombination verschiedener Substanzen, da Mischkonsum zu besonders starken Belastung für Körper und Psyche führt! Die (Neben-)Wirkungen, Risiken und Folgen sind schwer abzuschätzen! Das Mischen verschiedener Substanzen innerhalb kurzer Zeit verändert die Rauschwirkung meist unkalkulierbar und führt immer wieder zu Notfällen.

  • Vermeide regelmäßigen Konsum und halte Konsumpausen von mindestens 4-6 Wochen ein um die Wahrscheinlichkeit von irreparablen Hirnschäden sowie die Gefahr eine Abhängigkeit entwickeln zu verringern.
  • Du spürst auf vielen Drogen (z. B. XTC und Speed) keine Hitze, hast keinen Durst, wirst nicht müde… dein Körper schon!!! Also: mach mal eine Pause, kühl dich ab, gehe an die frische Luft und trinke regelmäßig (ca. einen halben Liter pro Stunde) am besten Mineralwasser oder Fruchtsäfte. Alkohol und Energydrinks ersetzen nicht den Flüssigkeitsmangel und belasten deinen Körper zusätzlich. Etwas Obst sowie leichte Speisen helfen, dich vor körperlicher Erschöpfung zu bewahren. Gönne dir und deinem Körper nach dem Konsum von Drogen Erholung.
  • Legal heißt nicht gleich unbedenklich. Der legale Status einer Substanz sagt nichts über die Gefährlichkeit/Risiken aus!
  • Viele psychoaktive Substanzen können auf unterschiedliche Art und Weise eingenommen werden. Informiere dich daher über die am Wenigsten gesundheitsschädliche Art des Konsums. Bei Spritzengebrauch, wie zum Beispiel bei Heroin, besteht ein hohes Infektionsrisiko. Um dich vor HIV/AIDS oder Hepatitis B und C zu schützen, solltest du immer saubere Spritzen und ein frisches Spritzenbesteck verwenden.
  • Außerdem beeinflusst der Ort des Konsums, die Atmosphäre und die Personen, welche dabei sind, die Rauschwirkung oft wesentlich. Konsumiere daher (wenn überhaupt) nur in einer angenehmen Atmosphäre, wenn du dich gut fühlst und (möglichst nüchterne!) Freunde in deiner Nähe sind.
  • In allen kritischen Situationen sofort die Rettung rufen 144!
  • Konsumiere nicht allein und achte auf deine FreundInnen. Lass bei Problemen niemanden allein und ruf notfalls die Rettung 144! 
  • Wenn du etwas konsumiert hast, lenke niemals ein Fahrzeug - du bringst nicht nur dich, sondern auch andere Menschen in Gefahr!
  • Der Besitz, die Weitergabe, der Erwerb, die Erzeugung und die Ein- und Ausfuhr der meisten Drogen ist strafbar!

 

 

Female Special

  • Bei Mädchen und Frauen wirken eingenommene Substanzen (z.B.: aufgrund des meist niedrigeren Körpergewichts) bei gleicher Dosis oft stärker.
  • Drogenkonsum wirkt sich auf den weiblichen Zyklus aus: Menstruationsbeschwerden können verstärkt, die Fruchtbarkeit beeinträchtigt und der Monatszyklus gestört werden. Dennoch ist eine Schwangerschaft möglich! Deshalb: auch in diesem Fall mit Kondomen vor ungewollten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten schützen!
  • Der Konsum von Drogen während der Schwangerschaft und Stillzeit kann zu Komplikationen bzw. zu bleibenden Schäden (Herzfehler, Missbildungen…) beim Kind führen.
  • Wenn du dir Drogen besorgst oder dir jemand Drogen gibt, denke daran, dass die Zusammensetzung eventuell nicht bekannt ist. Auch wenn die Substanzen bei anderen gut wirken, heißt das nicht, dass es bei dir genau so ist. Informiere dich deshalb über Drug-Testing-Resultate im Internet bzw. nutze Drug Checking!